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Ketzerstammtisch: PID – ein moralisch-theologischer Streitfall

Selten erlebt man im Deutschen Bundestag eine Diskussion, in der über Fraktionsgrenzen hinweg Abgeordnete so kontrovers diskutieren und ihre innersten Überzeugungen offen legen. Doch worum geht es in dieser Frage der Präimplantationsdiagnostik, die selbst manche Linken und CDU-Politker zusammenbringt? Was dürfen wir Menschen? Ist es an uns zu entscheiden, wann welches menschliche Leben sich weiterentwickeln darf und wann nicht? Ein einfacher Blick in die Bibel reicht da nicht, um Antworten zu finden.

Mit Dr. Dirk Preuss aus dem Team der KHG, haben wir einen Biologen und Theologen in der Runde, der kompetent informieren und mit uns diskutieren wird.

Viele Fragen und neue Einsichten sind bei diesem Ketzerstammtisch garantiert.

 

Ladet wie gewohnt gerne Gäste und Interessierte ein mitzukommen.

Doch was ist der Ketzerstammtisch eigentlich? Es begann vor drei Jahren…
Früher war alles leichter – auch für Katholiken. Und obwohl ganz Deutschland weiß „Wir sind Papst“, löst das Bekenntnis „äh … ja … ich bin auch katholisch“ heute nicht selten, wenn man nicht gerade in Bayern wohnt, ungläubiges Entsetzen aus. Dann bricht es oft über einen herein: „Aber der Papst und kein Sex vor der Ehe! Kondome, Frauenpriestertum, Zölibat und so weiter und so weiter“.

Was soll man da sagen? Sich kleinlaut zurückziehen und versprechen alsbald Buddhist zu werden? Oder besser – Angriff ist die beste Verteidigung – offensiv die guten alten Zeiten herbeiwünschen, als noch jeder sonntags in die Kirche ging und überhaupt alles besser war?

Weder ein theologisches Denkverbot noch undifferenzierte Pauschalaussagen taugen aber dazu, sich den oftmals sehr emotional geführten Diskussionen zu stellen. Über den Katechismus hinaus, wollen wir daher beim „Ketzer-Stammtisch“ Fragen sammeln und diskutieren, die wir selbst an die Kirche haben oder solche die uns immer wieder von anderen gestellt werden. Theologen begleiten die Treffen und stehen nach bestem Wissen und Gewissen Rede und Antwort.

Übrigens hat gerade Frankfurt eine große Tradition in Sachen Ketzertum. Denn schließlich wirkte hier Gottfried Arnold, der im 17.Jh. die erste „Unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie“ vorlegte. Spätestens seitdem weiß die Kirchengeschichtsschreibung, dass die „reine“ Lehre immer ein Produkt aus Tradiertem und seinen Interpretationen war und ist, also nie das ein für allemal Gültige, sondern ein organisches, sich vielfach verzweigendes Lebendiges.

Wir treffen uns alle zwei bis drei Wochen und sprechen die Termine immer beim vorherigen Treffen ab.

Eine Anmeldung ist nicht nötig – komm einfach vorbei!

11. Mai 2011 (Das angekündigte Thema KURIE MACHT GLAUBEN findet beim nächsten mal statt)
19 Uhr
Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, 60313 Frankfurt