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Ketzerstammtisch: Kirche und Welt – Verhältnis im Wandel

Im letzten Semester hat Maximilian C. Roell (stud. phil.) uns bereits seine Gedanken zu Kirche und Moderne vorgetragen und wir haben lebhaft diskutiert. Auch in diesem Semester laden wir wieder ein, seine theologischen Ideen zu diskutieren. In seinem Referat “Kirche und Welt – Verhältnis im Wandel” gehen wir auf eine historische Spurensuche. Gemeinsam wollen wir dann auch in die Zukunft schauen: Wohin mag der Wandel der Zeiten die Kirche tragen?

Anders als sonst beim Ketzerstammtisch treffen wir uns nicht im Club Voltaire, sondern auf dem Campus Westend – im Kaminzimmer.

Doch was ist der Ketzerstammtisch eigentlich? Es begann vor vier Jahren…
Früher war alles leichter – auch für Katholiken. Und obwohl ganz Deutschland weiß „Wir sind Papst“, löst das Bekenntnis „äh … ja … ich bin auch katholisch“ heute nicht selten, wenn man nicht gerade in Bayern wohnt, ungläubiges Entsetzen aus. Dann bricht es oft über einen herein: „Aber der Papst und kein Sex vor der Ehe! Kondome, Frauenpriestertum, Zölibat und so weiter und so weiter“.

Was soll man da sagen? Sich kleinlaut zurückziehen und versprechen alsbald Buddhist zu werden? Oder besser – Angriff ist die beste Verteidigung – offensiv die guten alten Zeiten herbeiwünschen, als noch jeder sonntags in die Kirche ging und überhaupt alles besser war?

Weder ein theologisches Denkverbot noch undifferenzierte Pauschalaussagen taugen aber dazu, sich den oftmals sehr emotional geführten Diskussionen zu stellen. Über den Katechismus hinaus, wollen wir daher beim „Ketzer-Stammtisch“ Fragen sammeln und diskutieren, die wir selbst an die Kirche haben oder solche die uns immer wieder von anderen gestellt werden. Theologen begleiten die Treffen und stehen nach bestem Wissen und Gewissen Rede und Antwort.

Übrigens hat gerade Frankfurt eine große Tradition in Sachen Ketzertum. Denn schließlich wirkte hier Gottfried Arnold, der im 17.Jh. die erste „Unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie“ vorlegte. Spätestens seitdem weiß die Kirchengeschichtsschreibung, dass die „reine“ Lehre immer ein Produkt aus Tradiertem und seinen Interpretationen war und ist, also nie das ein für allemal Gültige, sondern ein organisches, sich vielfach verzweigendes Lebendiges.

Wir treffen uns alle drei bis vier Wochen und sprechen die Termine immer beim vorherigen Treffen ab.

Eine Anmeldung ist nicht nötig – komm einfach vorbei!

2. November 2011
19 Uhr im Kaminzimmer
KHG auf dem Campus Westend, Siolistraße 7, Haus 7


>> Anmeldung, falls erforderlich